Führungen Denkmalpfad ZOLLVEREIN®

Der Denkmalpfad ZOLLVEREIN® zeigt an authentischen Orten den ehemaligen „Weg der Kohle“ auf der Zeche und Kokerei Zollverein. Falls nicht anders angegeben, ist die Teilnehmerzahl pro Führung auf 20 Personen beschränkt. Festes Schuhwerk und witterungsgerechte Kleidung werden empfohlen.

Hinweis: Die Führungen sind derzeit noch nicht buchbar, dies wird dann mit der Eröffnung des Shops möglich sein. Wir können aber schon sagen, dass an allen 3 Tagen mindestens eine Führung stattfinden wird. Die genauen Termine werden dann natürlich bei Buchung im Shop bekanntgegeben.

Über Kohle und Kumpel
Der Weg der Kohle auf der Zeche

© Jochen Tack / Stiftung Zollverein
Bei dieser Führung erhalten die Teilnehmer Einblicke in die authentisch erhaltenen Übertageanlagen von Zollverein Schacht XII.

Der Weg führt von der Schachthalle, in der früher die Kohle ankam, durch die Sieberei bis zur Kohlenwäsche, wo die Kohle aufbereitet und anschließend verladen wurde. Die Teilnehmer lernen die Produktionsabläufe der einst größten und leistungsstärksten Steinkohlenzeche der Welt kennen und erfahren spannende Details über die Arbeits- und Lebensbedingungen der Zollverein-Bergleute. Der Gästeführer vermittelt außerdem interessante Fakten zu Architektur, Natur und Wandel Zollvereins vom Bergwerk zum modernen Kulturstandort.

Diese Führung wird in deutscher, englischer, niederländischer und französischer Sprache angeboten.

Zechenschicht
Führung für Kinder von 6 bis 14 Jahren

© Jochen Tack / Stiftung Zollverein
Auf dieser „Zechenschicht“ bekommt ihr einen richtig guten Einblick in die Arbeit auf der Zeche. Ausgerüstet mit einem Helm und einer Bergmannsjacke schlüpft ihr in die Rolle der Bergleute und werdet selbst aktiv.

Was für eine Maloche: Während die Zollverein-Kumpel im Urlaub sind, übernehmt ihr die Arbeit. Der Gästeführer wird zum Steiger und erklärt euch, worauf es bei der Arbeit auf der Zeche ankommt: nämlich so viel Kohle wie möglich abzubauen und zu fördern. Dabei hat er viele Tipps parat, wie ihr auch die kniffligsten Aufgaben lösen könnt. Das Team, das am meisten von dem „schwarzen Gold“ fördert, hat gewonnen.

Von Hauern und Klaubern:
Auf Schicht in der Mitmachzeche

© Jochen Tack / Stiftung Zollverein
Ihr seid zwischen 5 und 12 Jahre und möchtet die Arbeit der Bergleute kennen lernen? Dann heißt es: Ärmel hochkrempeln!

Im Denkmalpfad ZOLLVEREIN® lernt ihr den Arbeitsalltag auf der Zeche Zollverein kennen und erfahrt, dass dort zu Betriebszeiten jede Menge Kohle gefördert wurde – mehr als viermal so viel wie auf anderen Zechen. Dabei dürft ihr auch selbst richtig mit anpacken und ausprobieren, wie die Bergleute gearbeitet haben. Ihr werdet zu Fördermaschinisten, Anschlägern oder Aufschiebern und holt die Kohle aus der Grube. Anschließend findet ihr heraus, warum die Bergleute die Kohle gesiebt und gewaschen haben, wenn ihr den Kreiselwipper, das Klassiersieb oder das Leseband in Betrieb nehmt!

Gruppengröße: maximal 16 Kinder

Nachtschicht auf Schacht XII
Unterwegs mit Helm und „Henkelmann“

© Jochen Tack / Stiftung Zollverein
Die Zeche Zollverein aus einer anderen Perspektive: Bei dieser nächtlichen Entdeckungsreise erhalten die Teilnehmer Einblick in bislang unbekannte Seiten des stillgelegten Bergwerks.

Ausgerüstet mit Helm und „Henkelmann“ geht es mit dem Gästeführer auf die „dritte Schicht“. Wenn nachts die Förderkörbe und Förderbänder stillstanden, trat zu Betriebszeiten der Zeche noch lange keine Ruhe ein: Dann nämlich standen Instandhaltungs- und Wartungsarbeiten an. Unter fachkundiger Führung erfahren die Teilnehmer, wie z.B. eine Bandrolle gewechselt und ein Förderwagen gereinigt wurde, damit die Kohleförderung am nächsten Morgen erneut beginnen konnte.

Die Kokerei in anderem Licht
Abendführung über Arbeit und Wandel

© Jochen Tack / Stiftung Zollverein
Ein Highlight für alle Nachtschwärmer! Im besonderen Ambiente der abendlichen Kokerei erhalten die Teilnehmer Einblicke in die Funktion und Arbeit auf der einst größten Zentralkokerei Europas.

Zu Betriebszeiten prägten Lärm und Hitze den harten Arbeitsalltag auf der Kokerei Zollverein. Heute verwandelt sich das gigantische Industriedenkmal allabendlich in ein Kunstwerk, wenn die Installation der Lichtkünstler Jonathan Speirs und Mark Major die Anlagen der Koksproduktion in rotes und blaues Licht taucht. In dieser eindrucksvollen Stimmung erhalten die Teilnehmer der Abendführung Einblicke in die Funktion und Arbeit auf der einst größten Zentralkokerei Europas, begehen dabei ungewöhnliche Räume und Wege und erfahren, wie die Kohle zu Koks veredelt wurde.

Kunstführung
Zeitgenössische Künstler und ihr Wirken auf Zollverein

© Sven Lorenz / Stiftung Zollverein
Die Teilnehmer lernen das UNESCO-Welterbe Zollverein als Ort für zeitgenössische Kunst kennen und erfahren viele interessante Details über das Wirken verschiedener Künstler auf Zollverein.

Auf Künstler und Kulturschaffende übt das Gelände der Zeche und Kokerei Zollverein seit der Stilllegung eine starke Anziehungskraft aus. Einige Künstler siedelten sich dauerhaft auf Zollverein an und richteten in ehemaligen Lagerhallen und Maschinenhäusern Ateliers ein. Andere widmeten dem Standort ihre Arbeiten oder stellten sie in den öffentlichen Raum, wie z.B. Ulrich Rückriem, Alf Lechner, Ansgar Nierhoff oder Maria Nordman. Bei der Kunstführung entdecken die Teilnehmer die beeindruckenden Werke in fachkundiger Begleitung.

Steigerführung mit Püttgeschichten
Ein ehemaliger Bergmann zeigt seine Zeche

© Jochen Tack / Stiftung Zollverein
Die Teilnehmer der Führung erkunden zusammen mit dem Kumpel die authentisch erhaltenen Übertageanlagen von Zollverein Schacht XII.

Die Besonderheiten der einst größten Zeche der Welt, verbunden mit persönlichen Erfahrungen und lebendigen Anekdoten – das erleben Besucher, wenn sie einen ehemaligen Bergmann auf seiner „Spätschicht“ begleiten. Dabei erfahren sie nicht nur Wissenswertes über die Produktionsabläufe, sondern erhalten auch einen Einblick in das Arbeitsleben auf der Zeche. Im Anschluss an die Führung erzählt der Zollvereiner beim Zusammensitzen in gemütlicher Runde „Dönekes“ und erklärt, was es z.B. mit dem „Kübelmajor“ oder dem „Mutterklötzchen“ auf sich hatte.

Zollverein-Architektur gestern und heute
Die klassische Moderne und ihre Erben

© Jochen Tack / Stiftung Zollverein
Die Teilnehmer erfahren viel Wissenswertes über die Sanierung der Gebäude nach Stilllegung der Zeche, z.B. über den spektakulären Ausbau der Kohlenwäsche, aber auch zu neuen Bauprojekten wie dem SANAA-Gebäude.

Von Meilensteinen und Superlativen: Die Schachtanlage Zollverein XII war nicht nur das größte Steinkohlenbergwerk ihrer Zeit, sondern hat auch architektonisch Maßstäbe gesetzt. Die neusachlichen Stahlfachwerkgebäude brachten ihr schon zu Betriebszeiten den Ruf als „schönste Zeche der Welt“ ein und beeinflussten die Industriearchitektur nachfolgender Generationen. Im Rahmen dieser Führung haben die Besucher Gelegenheit, die Bauwerke der beiden Industriearchitekten Fritz Schupp und Martin Kremmer intensiv kennenzulernen. Ihr Werk war nicht nur die Grundlage für die Auszeichnung Zollvereins als UNESCO-Welterbe, sondern bietet auch viel Inspiration für Stararchitekten wie Rem Koolhaas, Norman Forster oder SANAA.

Durch Koksofen und Meistergang
Der Weg der Kohle auf der Kokerei

Eine beeindruckende Anlage wartet darauf, entdeckt zu werden – die ehemals größte Zentralkokerei Europas mit ihren ungewöhnlichen Hallen, Maschinen und Wegen.

Bis 1993 wurde in den Öfen der Kokerei bei mehr als 1.000 Grad Celsius Kohle zu Koks veredelt. Unter fachkundiger Begleitung lernen die Teilnehmer die Produktionsabläufe der einst größten Zentralkokerei Europas kennen. Von der Kokserzeugung auf der „schwarzen Seite“ bis zur Gewinnung der chemischen Nebenprodukte auf der „weißen Seite“ erfahren die Besucher alles Wissenswerte zur Technik und Geschichte der Kokerei und erhalten einen Einblick in die weitreichende Umgestaltung der stillgelegten Anlage zu einem Ort für Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft. Höhepunkt ist der beeindruckende Panoramablick über das gesamte Welterbe-Gelände.